Volksbank Bad Salzuflen weiter auf Wachstumskurs

Volksbank steigert erneut Bilanzsumme um mehr als 5 Prozent und stärkt Eigenkapital / Wie schon 2019: Dividende in Höhe von 3 Prozent ausgeschüttet

Das Foto zeigt von links Matthias Kruse (Vorstandssprecher), Ulrich Backhaus (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates), Robert Horstbrink (Vorsitzender des Aufsichtsrates), Uwe Deppe (Mitglied des Aufsichtsrates) und Matthias Smit (Vorstand)

Bad Salzuflen. Die Volksbank Bad Salzuflen trotzt erneut der Corona-Situation sowie Niedrigzinspolitik und ist auch im Geschäftsjahr 2020 gewachsen: Mit einem Plus von 5,4 Prozent steigt die Bilanzsumme von rund 795 Millionen Euro in 2019 auf nunmehr 837 Millionen Euro. Das Kundenkreditvolumen stieg um gut 7 Prozent auf 336 Millionen Euro und die Einlagen um mehr als 4 Prozent auf 671 Millionen Euro. Auch das betreute Kundengesamtvolumen stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 5 Prozent auf 1.505 Millionen Euro. Durch flexible und mobile Arbeitsmethoden, das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Möglichkeiten des Online-Bankings und der Online-Beratung sei es auch unter diesen „besonderen Umständen gelungen, verlässlicher Partner für die Geldanlage und die Kreditvergabe bei unseren Privat- und Firmenkunden zu bleiben“, sagte Vorstandssprecher Matthias Kruse im Rahmen der zweiten digitalen Vertreterversammlung, an der 215 Vertreterinnen und Vertreter (davon 115 als Briefwähler) sowie weitere  Gäste und Mitarbeiter teilnahmen. „Wir stehen mit individuellen Lösungen an der Seite unserer Kunden“, betonte Kruse weiter. Trotz der gesundheitlichen und ökonomischen Herausforderungen konnte die Volksbank dadurch ihre Marktposition festigen und ausbauen. „Wir haben unsere Wachstumsziele trotz Corona erreichen, ja sogar übertreffen können.“

Wachstum bei Krediten und Einlagen

Wie Kruse in seinem Vorstandsbericht darlegte, haben die Steigerungen bei Krediten und Kundeneinlagen im Geschäftsjahr 2020 das geplante Wachstum übertroffen. Insgesamt erhöhte sich das bilanzielle Kundenkreditvolumen um 22,1 Millionen Euro (7,0 Prozent). Dies sei trotz des weiterhin geringen Zinsniveaus gelungen, durch das Kundinnen und Kunden aufgrund mangelnder lohnenswerter Geldanlagen ihre Mittel (2020 in Höhe von 8,3 Millionen Euro) zur Sondertilgung von Krediten einsetzen würden. Da trotzdem ein Bestandszuwachs von 7 Prozent bei den Kundenforderungen und den Treuhandkrediten erreicht wurde, konnte von einem guten Neukundenkreditgeschäft im Jahr 2020 gesprochen werden.

Zufrieden zeigte sich der Vorstand auch mit der Entwicklung der Kundeneinlagen, die sich gegenüber dem Vorjahr um 28,1 Millionen Euro (4,4 Prozent) auf 671,4 Millionen Euro erhöht haben. Weiterhin stärkten die Kundinnen und Kunden aufgrund des niedrigen Zinsniveaus ihre Spareinlagen und täglich fälligen Einlagen. Vorstandssprecher Kruse: „Wir verfolgen weiterhin unser Ziel, insbesondere Privatkundinnen und -kunden neben dem Erhalt einer eisernen Reserve eine sinnvolle Vermögenstruktur aufzuzeigen. Um die Inflationsrate kompensieren und eine positive Rendite ermöglichen zu können, erarbeiten wir individuelle Vorschläge unter Berücksichtigung von Anlagementalität und Risikoneigung.“

Erfreulich entwickelte sich auch das Dienstleistungsgeschäft der Volksbank, besonders gestützt durch ein sehr erfolgreiches Wertpapiergeschäft. Neben vielen Sach-, Lebens- und Rentenversicherungen konnten auch viele Bausparverträge erfolgreich vermittelt werden. Ebenfalls erfolgreich war erneut das Immobiliengeschäft. 2020 vermittelte die Volksbank 44 Immobilien mit einem Gesamtwert von mehr als 8 Millionen Euro.

Erneute Dividendenausschüttung in Höhe von 3 Prozent

Trotz des anhaltenden Drucks durch die Niedrigzinspolitik der EZB erwirtschaftete die Genossenschaftsbank im vergangenen Jahr einen Jahresüberschuss in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Das Eigenkapital steigt zugleich um 2,3 Millionen Euro auf 91,7 Millionen Euro. Auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat sollen die Mitglieder – wie auch schon 2019 – mit einer Dividende in Höhe von 3 Prozent am Erfolg der Volksbank beteiligt werden. „Insgesamt konnte unsere vorsichtige Vorjahresprognose zur Entwicklung der Ertragslage übertroffen werden“, erklärt der Vorstandssprecher.

„Kunden zeigen sich weiterhin robust und solide aufgestellt“

Auch das Geschäftsjahr 2021 ist trotz der sich nun abzeichnenden Lockerungen geprägt von den Herausforderungen der Corona-Pandemie, aber auch durch die veränderten Spargewohnheiten der Bundesbürger aufgrund der anhaltenden Zinspolitik der Europäischen Zentralbank. Dennoch zeigen sich die Kunden der Volksbank „weiterhin robust“, sagt Matthias Smit, Vorstand der Volksbank Bad Salzuflen. Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert der Vorstand daher ein Kreditwachstum von 5 Prozent sowie ein Einlagenwachstum von 2 Prozent. „Auch 2020 und zur ersten Jahreshälfte 2021 sind Kreditausfälle in einem überdurchschnittlichen Umfang durch die Auswirkungen der Coronapandemie nicht erkennbar“, so Smit weiter.

Die Ertragslage müsse in Zeiten niedriger Zinsen und eines veränderten Kundenverhaltens jedoch gut im Blick behalten werden. Matthias Smit dazu: „Unsere mittelfristigen Planungen sehen spürbare Kosteneinsparungen, einen ertragreichen Ausbau des Kundengeschäfts sowie die Erschließung eines neuen Geschäftsfeldes vor.“ Darüber hinaus wolle die Volksbank in die fortschreitende Digitalisierung investieren, um weiterhin moderne Leistungen anzubieten. „So erhalten wir die Ertragsfähigkeit der Volksbank und steigern die Rentabilität und sichern damit die Eigenständigkeit unserer Volksbank“, fasst Smit zusammen. Bereits in den kommenden Wochen und Monaten wird die Volksbank weitere Leistungen für ihre Online-Geschäftsstelle anbieten. „Sei es die Beantragung von Karten, die Freischaltung von digitalen Lösungen zur Geldanlage, wie MeinInvest, oder die Änderung der Höhe des Dispositionskredits auf Ihrem Girokonto – diese Anliegen können Sie künftig bequem online erledigen.“ Darüber hinaus soll auch das Online-Beratungsangebot ausgebaut werden.

Wahlen zum Aufsichtsrat

Turnusmäßig fanden in der Vertreterversammlung die Wahlen zum Aufsichtsrat statt. Die Aufsichtsratsmitglieder Ulrich Backhaus, Lutz Brakemeier und Uwe Deppe wurden dabei erneut in das ehrenamtliche Gremium berufen.

Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder während der Veranstaltung