Virtuelle Vertreterversammlung 2020

Volksbank Bad Salzuflen weiter auf Wachstumskurs

Volksbank wächst 2019 kräftig und stärkt Eigenkapital / Ausschüttung der Dividende in Höhe von 3 Prozent

Bad Salzuflen. Die Volksbank Bad Salzuflen ist im Geschäftsjahr 2019 erneut gewachsen: Die Bilanzsumme erreichte rund 795 Millionen Euro (plus 7,8 Prozent), die Kundenkredite stiegen auf 282,5 Millionen Euro und die Einlagen auf 643,3 Millionen Euro.  „Trotz immer stärkerer Regulierung und niedrigen Zinsen ist es uns gelungen, unsere Marktposition zu festigen und weiter auszubauen“, zog Vorstandssprecher Matthias Kruse auf der Vertreterversammlung das Fazit. Diese wurde im Coronajahr erstmals – bei Präsenz von Vorstand und Aufsichtsrat – aus dem „Netzwerk“ in Bad Salzuflen live übertragen. Die Mitglieder konnten sich digital zuschalten und an den Wahlen und Abstimmungen online oder zuvor per Briefwahl teilnehmen. Die Entscheidung für das digitale Format sei von Aufsichtsrat und Vorstand „mit Rücksicht auf die Gesundheit aller Beteiligten“ getroffen worden, erklärte Aufsichtsratsvorsitzender und Versammlungsleiter Michael Richter.

Wachstum bei Krediten und Einlagen

Wie Kruse in seinem Vorstandsbericht feststellte, haben die Steigerungen bei Krediten und Kundeneinlagen im Geschäftsjahr 2019 die Planungszahlen übertroffen. Obwohl viele Kundinnen und Kunden aufgrund des niedrigen Zinsniveaus ihre Mittel in Höhe von 6,9 Millionen Euro für Sondertilgungen einsetzten, wuchs der Kreditbestand inklusive der Treuhandkredite um 6,3 Prozent.

Zufrieden zeigte sich der Vorstand auch mit der Entwicklung der Kundeneinlagen von 8,4 Prozent. Vorstandssprecher Kruse: „Unser Ziel ist es, besonders unseren Privatkund*innen neben dem Erhalt einer eisernen Reserve eine sinnvolle Vermögenstruktur aufzuzeigen. Diese soll die Inflationsrate kompensieren und eine positive Rendite ermöglichen. Es ist an der Zeit, das Thema „Sparen“ neu zu definieren.“

Erfreulich entwickelte sich auch das Immobiliengeschäft der Volksbank, das zukünftig noch stärker ausgebaut werden soll. So vermittelte die Volksbank im letzten Jahr 45 Immobilien im Gesamtwert von rund 9 Millionen Euro. Neben Grundstücken und freistehenden Gebäuden fragten die Kund*innen vor allem Eigentumswohnungen nach.

Dividendenausschüttung in Höhe von 3 Prozent

Die Genossenschaftsbank erwirtschaftete für 2019 einen Jahresüberschuss in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Die Mitglieder sollen an diesem wirtschaftlichen Erfolg auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat mit einer Dividende von drei Prozent auf alle Geschäftsanteile beteiligt werden.

 „Kreditausfälle durch Corona-Pandemie noch nicht zu erkennen“

Das laufende Geschäftsjahr 2020 ist auch bei der Volksbank Bad Salzuflen von den wirtschaftlichen Auswirkungen und den Herausforderungen der Corona-Pandemie geprägt. Für 2020 prognostiziert der Vorstand dennoch ein Kreditwachstum von 4,7 Prozent sowie 1,7 Prozent Einlagenzuwachs. „Kreditausfälle durch Auswirkungen der Corona-Pandemie sind heute nicht oder noch nicht zu erkennen. Unsere Kund*innen zeigen sich hier weiterhin überwiegend robust und solide aufgestellt“, berichtet Vorstandsmitglied Smit.

Die Ertragslage müsse in Zeiten niedriger Zinsen und eines veränderten Kundenverhaltens jedoch gut im Blick behalten werden. Smit: „Wir müssen uns darauf einstellen, unser Geschäftsmodell und unsere Produktangebote wie auch unsere Mitarbeiter*innen und Infrastruktur so auszurichten, dass die Ertragsfähigkeit der Volksbank erhalten und die Rentabilität wieder gesteigert wird. Nur so werden wir die Eigenständigkeit der Volksbank sichern.“

Bereits im April hatte die Volksbank deshalb ihre Geschäftsstrategie angepasst, das Geschäftsstellennetz umgebaut, ihre Service- und Beratungscenter personell aufgestockt und die Beratungszeiten in den Abend hinein verlängert.

Wahlen zum Aufsichtsrat

Turnusmäßig fanden in der Vertreterversammlung die Wahlen zum Aufsichtsrat statt. Die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Dörte Oest und Robert Horstbrink wurden erneut in das ehrenamtliche Gremium berufen, Aufsichtsrat Eric Oesterhaus ist auf eigenen Wunsch ausgeschieden. Neu in das Aufsichtsgremium wählten die Vertreterinnen und Vertreter Jobst-Wilhelm Friedrichsmeier und Jens Strate.

Goldene Ehrennadel für Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Richter

Eine besondere Ehrung erhielt Aufsichtsratsvorsitzender Michael Richter. Für seine Verdienste um die Volksbank in 27 Jahren als Aufsichtsrat, davon seit 2002 im Vorsitz, wurde er mit der Goldenen Ehrennadel der genossenschaftlichen Organisation ausgezeichnet. Die hohe Auszeichnung übereichte ihm Regionalleiter Tobias Jasper vom Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. In seiner Laudatio würdigte Jasper den Unternehmer als engagierten Ehrenamtlichen, der die Entwicklung der Volksbank Bad Salzuflen zu einem wichtigen Arbeitgeber und Finanzierer des Mittelstands in der Region entscheidend mitgeprägt habe.