Vertreterversammlung 2019

Volksbank Bad Salzuflen: Nachhaltiges Wachstum für die Region

Positives Geschäftsjahr 2018: Bilanzsumme wächst um 2,6 Prozent auf 736,9 Millionen Euro / Kreditgeschäft nimmt um 3,4 Prozent zu / erfolgreich auf dem Weg der Digitalisierung

Wechsel im Aufsichtsrat: Nach dem Erreichen der Altersgrenze ist Herr Klaus-Wilhelm Dreskrüger (Bildmitte) ausgeschieden. Neu in das Gremium gewählt wurde Herr Sven Kaiser (Dritter von rechts). Erste Gratulanten waren die wiedergewählten Aufsichtsräte Eric Oesterhaus (Dritter von links) und Stefan Titho (Zweiter von rechts) sowie der Vorsitzende Michael Richter (Rechts) und die beiden Vorstände Richard Christophelsmeier und Matthias Kruse (Erster und Zweiter von links).

Bad Salzuflen. „Als Genossenschaftsbank bieten wir ein alternatives Geschäftsmodell – und das ist solide, erfolgreich und an dem Ziel, unsere Mitglieder zu fördern, ausgerichtet.“ Mit diesem klaren Bekenntnis zur genossenschaftlichen Idee blickte Matthias Kruse, Sprecher des Vorstandes der Volksbank Bad Salzuflen, auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. Anlass war die Vertreterversammlung der Bank, die am 14. Juni im Kurhaus Bad Salzuflen stattfand. Das zurückliegende Geschäftsjahr stand aus genossenschaftlicher Sicht voll und ganz im Licht des 200. Geburtstages Friedrich Wilhelm Raiffeisens, einem der Väter des Genossenschaftsgedankens in Deutschland. „Genossenschaft heißt, die Mitglieder zu fördern. Es heißt deswegen vor allem, nachhaltig zu wirtschaften und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Das haben wir auch in 2018 geschafft“, blickte Kruse zurück.

Schlüsselrolle als Kreditgeber, sicherer Hafen für Sparer
Nach einer Umfrage aus dem Jahr 2018 wären 90 Prozent der Menschen in Deutschland bereit, einer Genossenschaft beizutreten, die sich für ihre Belange einsetzt. 597 Menschen entschieden sich im zurückliegenden Jahr, der Volksbank Bad Salzuflen beizutreten, die damit auf 22.551 Mitglieder wuchs. „Diese breite Verankerung in der Region ist für uns Ansporn, uns Tag für Tag für unsere Genossenschaft zu engagieren“, erläuterte Kruse die Bedeutung der Mitglieder. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. So wuchs die Bilanzsumme der Bank 2018 um 2,6 Prozent auf 736,9 Millionen Euro.

Hinter dieser technischen Zahl verberge sich die erfolgreiche Erfüllung des Förderauftrages durch die Bank. So stünde auf der Aktivseite der Bilanz ein Kreditvolumen in Höhe von 272,1 Millionen Euro, 3,4 Prozent mehr als noch in 2017. „Diese 272,1 Millionen Euro stehen für Arbeitsplätze dank Investitionen des regionalen Mittelstandes, sie stehen für den erfüllten Traum vom Eigenheim, sie stehen für eine prosperierende Wirtschaft in unserem Geschäftsgebiet“, informierte Kruse.

Um 3,1 Prozent auf 593,6 Millionen Euro wuchsen die Einlagen, die Kunden und Mitglieder der Volksbank Bad Salzuflen anvertrauten. „Das ist für uns ein Ausdruck von Vertrauen, Anerkennung und Verpflichtung, wertschätzend mit diesem Geld umzugehen“, erläuterte Kruse das werteorientierte Selbstverständnis der Bank.


Ausblick 2019: Weiter erfolgreich im Förderauftrag
Kruses Blick nach vorne auf das Geschäftsjahr 2019 fiel gemischt aus. „Wir werden unseren Auftrag, unsere Mitglieder zu fördern, weiterhin erfüllen. Aber unsere Erträge werden schwächer ausfallen.“ So rechnet die Bank mit einem um 4,0 Prozent weiter wachsenden Kreditgeschäft und einem Einlagenwachstum von 1,0 Prozent. Der weiter andauernde Niedrigzins – die Europäische Zentralbank hatte bereits angekündigt, auch in den nächsten Monaten mit Blick auf die dramatische Staatsverschuldung in Europa den Zinssatz historisch niedrig zu halten – wird die Gewinn- und Verlustrechnung der Volksbank Bad Salzuflen belasten. Umso wichtiger sei, dass die Bank auf dem Weg der Digitalisierung voranschreite.

Zukunft gestalten – Digitalisierung meistern
Daher dankte Kruse den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit in 2018. „Wir haben gemeinsam viel für die Zukunftsfähigkeit unserer Bank erreicht, insbesondere auf unserem Weg zu einer auch digitalen Bank. Das geschah, ohne das Tagesgeschäft zu vernachlässigen. Für diese Energieleistungen danken wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“ Die Vertreter schlossen sich diesem Dank durch langanhaltenden Applaus an.

Insgesamt werde die Digitalisierung die Bank weiter intensiv beschäftigen. Die Ansprüche der Kunden würden sich verändern: Traditionelle Bankdienstleistungen wie Kontoführung, Überweisungen oder die Versorgung mit Bargeld fänden immer weniger in den Filialen statt. So sei die Homepage die bestbesuchte Geschäftsstelle der Volksbank Bad Salzuflen. „Tag für Tag zählen wir hier über 550 Besucher – Tendenz steigend“, so Kruse. Hoch im Kurs stünden auch das Mobile-Banking und der Gebrauch von Smartphones und Tablets. Zum Abschluss reichten hier nur wenige Klicks.

Deshalb fahre die Volksbank Bad Salzuflen eine erfolgreiche Doppelstrategie. Kruse: „Unser Motto lautet: Das eine tun, ohne das andere zu lassen. Denn als regionale und genossenschaftliche Bank wissen wir, Bankgeschäfte leben nach wie vor vom Vertrauen und der Nähe zu den Menschen.“ Einfache Bankgeschäfte ließen sich jedoch unabhängig von Zeit und Ort bequem, sicher und kostengünstig von zu Hause oder unterwegs erledigen. „Komplexere Anlage- und Finanzierungsthemen sollten hingegen auch künftig im persönlichen Dialog zwischen unseren Mitgliedern und Kunden und den Fachspezialisten unserer Bank besprochen werden.“
Gleichzeitig sieht Kruse die große Chance, die Digitalisierung für Produktivitätsgewinne zu nutzen und den Mitgliedern und Kunden gleichzeitig ein moderner und zeitgemäßer Partner zu sein.
Um Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Kunden auf dem Weg der Digitalisierung mitzunehmen, hat sich die Bank etwas Besonderes ausgedacht. Fünf junge Kolleginnen und Kollegen bilden das Spezialistenteam „Digitales Banking“. Seine Aufgaben: Technische Entwicklungen und Fortschritte im Auge behalten, bewerten und sicherstellen, dass wichtige Neuerungen in der Volksbank Bad Salzuflen Einzug halten. „Gleichzeitig geben diese jungen Menschen ihr besonderes Wissen an alle anderen Kolleginnen und Kollegen weiter, so dass möglichst alle im Kundenkontakt stehenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Bedarf den Umgang mit elektronischen Bankdienstleistungen erklären können.“


224.000 Euro Dividende dank wirtschaftlichem Erfolg
Mit großer Zufriedenheit nahmen die Vertreter zur Kenntnis, dass die Vorjahresprognose zur Entwicklung der Ertragslage übertroffen wurde. So sank zwar aufgrund des Niedrigzinses der Zinsüberschuss der Bank um 0,6 Millionen Euro auf 12,7 Millionen Euro, konnte aber durch einen Anstieg des Provisionsüberschusses um 0,3 Millionen Euro auf 5,7 Millionen Euro zum Teil kompensiert werden. „Hinter dem Wachstum beim Provisionsergebnis steht unser wirksames Engagement für eine bessere Altersvorsorge unserer Kunden“, erläuterte Kruse. Vor dem Hintergrund des politisch gewollten Niedrigzinses sei es erforderlich, mehr in Fonds und Wertpapiere zu investieren. Intensive Beratung und verantwortungsvolle Anlagestrategien seien dafür entscheidend. Kruse: „Dieser Verpflichtung kommen wir mit unserer genossenschaftlichen Beratung nach.“

Unterm Strich kann die Volksbank Bad Salzuflen nach Steuern einen Jahresüberschuss in Höhe von etwa 1,4 Millionen Euro ausweisen. Die Vertreterversammlung beschloss, davon 530.000 Euro zur Stärkung des Eigenkapitals zu verwenden, 637.000 Euro den Ergebnisrücklagen zuzuweisen und rund 224.000 Euro an die Mitglieder auszuschütten. Vorstand und Aufsichtsrat wurden anschließend einstimmig entlastet.
Alle Punkte der Tagesordnung wurden ausführlich besprochen und verabschiedet. Herr Klaus-Wilhelm Dreskrüger scheidet satzungsgemäß, durch Erreichen der Altersgrenze, aus dem Aufsichtsrat aus. Als neues Mitglied in den Aufsichtsrat wurde Herr Sven Kaiser gewählt. Planmäßig wurden die Herren Eric Oesterhaus und Stefan Titho einstimmig in den Aufsichtsrat wiedergewählt.