Vertreterversammlung 2018

Positive Zahlen und ein Staffelstabwechsel

v.l. Jens Gerke, Bernhard Holtmann ( Direktor DZ Bank ), Richard Christophelsmeier, Matthias Kruse, Michael Richter, Lutz Brakemeier, Uwe Deppe, Ulrich Backhaus

Bad Salzuflen. Positive Zahlen, gute Perspektiven und ein Staffelstabwechsel: Die Vertreterversammlung der Volksbank Bad Salzuflen sah am Freitag zufrieden auf das Geschäftsjahr 2017 und schaute zuversichtlich in die Zukunft. Richard Christophelsmeier legte im Kurhaus letztmalig den Bericht des Vorstandes vor und wurde mit Beifall von der Vertreterversammlung verabschiedet. Dem bisherigen Vorstandssprecher des Genossenschaftsinstituts folgt zum Monatsende Matthias Kruse. Der bisherige Generalbevollmächtigte Jens Gerke tritt in den Vorstand ein.

Aus seiner Person machte Christophelsmeier in seinem Vorstandsbericht auch diesmal kein Aufheben. Er stellte vielmehr die weiterhin starke wirtschaftliche Entwicklung in den Mittelpunkt und ließ Fakten für die gute Arbeit der Mitarbeiter und Führungskräfte sprechen: So wuchs die Bilanzsumme der Volksbank zum Stichtag 31. Dezember 2017 um 4,7 Prozent auf jetzt 718,5 Millionen Euro. Alle bilanziellen und betreuten Finanzierungen und Einlagen von Mitgliedern und Kunden finden sich im Kundengesamtvolumen wieder, das um 3,8 Prozent auf rund 1,24 Milliarden Euro gesteigert wurde.

Wesentlichen Anteil an dieser positiven Entwicklung hatte das gesunde Kreditgeschäft vor Ort, berichtete Christophelsmeier. So verzeichnete die Kreditgenossenschaft bei ihren Finanzierungen für Mitglieder und Kunden ein Wachstum von 4,2 Prozent auf nunmehr 262,5 Millionen Euro. Vor allem die Förderung der Unternehmer und Unternehmen in der Region hat dazu beigetragen: Die Mittelstandskredite stiegen um 11,5 Prozent auf 127 Millionen Euro. Es sei richtig, ein zu allen Zeiten zuverlässiger Partner der heimischen Wirtschaft zu sein.

Mit dem Einlagengeschäft zeigte sich Richard Christophelsmeier ebenfalls sehr zufrieden. Das Vermögen der Mitglieder und Kunden stieg im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich an, und zwar um 5,5 Prozent auf die Rekordhöhe von 575,9 Millionen Euro. „Das geplante Wachstum bei den Kundengeldern wurde – wie bei den Krediten – nennenswert übertroffen“, resümierte der scheidende Vorstandssprecher.

Sehr erfreulich aus Sicht der Volksbank Bad Salzuflen entwickelte sich zudem das Dienstleistungsgeschäft: Die Mitglieder und Kunden beschäftigten sich intensiv mit Aktien, Anleihen und Fonds, die nicht nur in Niedrigzinszeiten interessante Renditen ermöglichen. Dabei profitierten sie von der genossenschaftlichen Beratung ihrer Volksbank. In der Folge stiegen die Wertpapierumsätze um 12,1 Prozent auf 66 Millionen Euro. Die Kundendepots bei der Union Investment und der DZ Bank wuchsen insgesamt um 7,6 Prozent auf 211,5 Millionen Euro.

Ebenfalls erfolgreich arbeitet die Immobilienabteilung. Ihre Mitarbeiter vermittelten 45 Immobilien mit einem Gesamtwert von 6,2 Millionen Euro. Um für Mitglieder und Kunden in diesem Marktsegment noch mehr Beratung und Service zu bieten, hat die Volksbank hier personell aufgestockt.

Der von Ulrich Backhaus vorgetragene Prüfungsbericht des Genossenschaftsverbandes stellte der Volksbank ein gutes Zeugnis aus. Die Vertreterversammlung folgte deshalb dem vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht. Vorstand und Aufsichtsrat wurden jeweils einstimmig entlastet.

Genauso genehmigt wurde der Vorschlag zur Verwendung des Jahresüberschusses: 4,1 Millionen Euro hat die Volksbank Bad Salzuflen aus der normalen Geschäftstätigkeit erwirtschaftet. Über die 1,4 Millionen Euro an Steuerzahlungen freuen sich vor allem die Kämmerer der örtlichen Kommunen. Am Erfolg ihrer Genossenschaft werden aber auch die nunmehr 22.590 Mitglieder – darunter 671 Neumitglieder – beteiligt. Sie erhalten erneut eine fünfprozentige Dividende auf den ersten Geschäftsanteil und eine dreiprozentige Dividende auf alle weiteren Anteile. Zudem werden die Rücklagen und damit das überdurchschnittlich hohe Eigenkapital der Bank weiter gestärkt.

Die Vermögenslage der Bank sei ausgezeichnet, stellte Richard Christophelsmeier fest. Für 2018 erwartet die Volksbank ein Wachstum auf der Kredit- und Einlagenseite von jeweils drei Prozent.

Dass die Volksbank die Zeichen der Zeit bei den Themen Digitalisierung und demographischer Wandel deutlich erkannt hat, machte der Vorstand gleichfalls deutlich: Am 8. September wird die Unternehmenssoftware des Genossenschaftsinstituts umgestellt. Alle Mitarbeiter nutzen zukünftig die neue IT-Anwendung „agree21“. Die dazu notwendigen Vorbereitungsprojekte laufen bereits seit einem Jahr.

Kontinuität und Erneuerung prägten die Personalentscheidungen der Volksbank im weiteren Verlauf der Vertreterversammlung. So wurden die Aufsichtsratsmitglieder Ulrich Backhaus, Lutz Brakemeier und Uwe Deppe einstimmig für weitere drei Jahre in das Kontrollgremium gewählt.

Anschließend dankte Bankdirektor Bernhard Holtmann (DZ Bank)  Richard Christophelsmeier für sein großes Engagement als Genossenschaftler. Er zeichnete den zum 30. Juni in den Ruhestand tretenden Vorstandssprecher mit der Ehrennadel in Gold des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes aus.  

Christophelsmeiers Nachfolger im Sprecheramt wird Matthias Kruse, der seit 2013 dem Vorstand angehört. Zudem berief der Aufsichtsrat den bisherigen Generalbevollmächtigten Jens Gerke als neues Vorstandsmitglied.